Mallorca in 3 Tagen mit der Familie: Das solltet ihr sehen

Drei Tage auf Mallorca reichen erstaunlich weit, wenn man die Insel gut nach Gebieten organisiert und nicht versucht, sie jeden Morgen von einem Ende zum anderen zu durchqueren. Mallorca ist größer, als es auf der Karte scheint, und mit Kindern besteht der klassische Fehler darin, zu viele Kilometer zwischen die Stopps zu packen.
Diese Route ist für eine Familie mit Standort Palma de Mallorca und einem Siebensitzer gedacht: ein Tag im Südosten, ein Tag in den Bergen und ein Tag im Norden. Ohne unmögliche Frühstarts, mit Badezeit an jedem Tag und Raum für ein Eis am Nachmittag.
Tag 1: Buchten im Südosten und Sand für alle
Der Südosten ist die dankbarste Region für kleine Kinder: feinsandige Buchten, klares Wasser und wenig Tiefe am Ufer. Verlasst Palma über die Ma-19 in Richtung Naturpark Mondragó. Kommt vor zehn Uhr an, wenn ihr im Juli oder August reist, denn der Parkplatz füllt sich schnell.
In Mondragó gibt es zwei benachbarte Strände, s'Amarador und ses Fonts de n'Alís, verbunden durch einen kurzen Spaziergang durch Pinien. Der perfekte Vormittagsplan: natürlicher Schatten, ein Strandkiosk und ruhiges Baden.
Zum Mittagessen ist Cala Figuera wie ein Postkartenmotiv: ein Fischerhafen in einer schmalen Bucht mit Holzbooten und weißen Bootshäusern. Am Nachmittag, wenn noch Energie da ist, ist die Cala Llombards kleiner und am späten Nachmittag meist weniger überlaufen.
Rückfahrt nach Palma bei Sonnenuntergang, der Kofferraum voller Handtücher, Kühlboxen und Sonnenschirme. Genau hier zahlt sich ein Auto mit sieben echten Sitzplätzen aus: Kein Tetris-Spielen mit dem Strandgepäck.
Tag 2: die Serra de Tramuntana ohne Stress
Am zweiten Tag geht es in die Berge. Valldemossa früh am Morgen, Deià am Vormittag und Mittagessen in Sóller. Kilometermäßig kurz, zeitlich aber langsam – plant also Stopps an den Aussichtspunkten ein, sie sind die halbe Route.
In Sóller ist die Straßenbahnfahrt zum Hafen eine dieser Aktivitäten, die bei Kindern immer funktionieren. Man steigt aus, badet in einer ruhigen Bucht, isst früh zu Abend und fährt mit der Straßenbahn zurück, um das Auto abzuholen.
Wer elektrisch unterwegs ist, sollte den Mittagsstopp zum Laden nutzen. Sóller und der Hafen verfügen über öffentliche Ladestationen, und die Abfahrt zurück nach Palma gewinnt einen Teil der bei den Steigungen verbrauchten Batterie zurück.

Tag 3: der Norden der Insel, Buchten und Fahrrad
Den dritten Tag widmen wir dem Norden: Alcúdia und Pollença. Die Bucht von Alcúdia ist sehr lang, sandig, und das Wasser wird nur ganz allmählich tiefer – einer der besten Strände Mallorcas zum Baden mit kleinen Kindern.
Die Altstadt von Alcúdia mit ihrer mittelalterlichen Stadtmauer lässt sich in einer Stunde erkunden und hat dienstags und sonntags Markt. In Port de Pollença ist der Höhepunkt eine Fahrradtour entlang des Pine Walk, flach und im Schatten der Pinien.
Wer noch Lust hat, kann die Straße zum Leuchtturm von Formentor und zum Mirador d'Es Colomer fahren und die Reise mit den schönsten Ausblicken der Insel abschließen. Beachtet, dass die Zufahrt mit dem Auto in der Hochsaison zu bestimmten Zeiten eingeschränkt ist – prüft die Öffnungszeiten vorher.
Wie man sich mit Kindern auf der Insel fortbewegt
Der öffentliche Nahverkehr auf Mallorca funktioniert gut zwischen den Städten, erreicht aber die Buchten und Bergdörfer nicht in der Häufigkeit, die eine Familie braucht. Ein eigenes Auto ist praktisch unverzichtbar, wenn man mehr als Palma sehen möchte.
Ab vier Personen verändert ein Siebensitzer die Reise grundlegend: Strandgepäck, Kindersitze, Buggy und Kühlbox passen problemlos hinein. Der hohe Einstieg und die Schiebetüren helfen zudem mehr, als man denkt, wenn man ein Kind auf einem engen Parkplatz anschnallen muss.
Zu den Zeiten: Im Sommer füllen sich die Strände zwischen elf und siebzehn Uhr. Etwas früher aufzustehen und mittags in den Schatten zurückzukehren, macht den Unterschied zwischen einem gelungenen Tag und einem Tag voller Hitze und Warteschlangen.
Budget und abschließende Tipps
Bucht das Auto rechtzeitig, wenn ihr im Juli oder August reist: Es ist das Erste, was auf Mallorca knapp wird. Und prüft, ob die Unterkunft über einen Parkplatz verfügt, denn das Zentrum von Palma ist eine bewirtschaftete Zone.
Lasst immer eine ungeplante Lücke. Die schönsten Momente einer Familienreise durch Mallorca sind meist die spontanen: eine Bucht, die unterwegs auftaucht, ein Dorfmarkt oder ein spontanes Abendessen in einem kleinen Hafen.
